Irakisch-Deutsches Zentrum für Archäologie und Assyriologie eröffnet

Irakisch-Deutsches Zentrum für Archäologie und Assyriologie eröffnet

Irakisch-Deutsches Zentrum für Archäologie und Assyriologie eröffnet

Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der Universität Bagdad und dem Deutschen Archäologischen Institut am 21. Juli 2017 fällt der Startschuss für das neue Irakisch-Deutsches Zentrum für Archäologie und Assyriologie.

Am 21. Juli 2017 unterzeichneten der Präsident der Universität Bagdad Prof. Dr. Alaa Abdolrasool al-Kashwan und die DAI-Präsidentin Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Fless in der DAI-Zentrale in Berlin ein MoU, mit dem die langjährige Kooperation beider Institutionen auf einen noch intensiveren Austausch gestellt wird. Ein wichtiger Aspekt ist die Etablierung eines Irakisch-Deutschen Zentrums für Archäologie und Assyriologie (IDZ-AA) auf dem Campus des College of Arts der Universität Bagdad. Hierzu war bereits im Juni eine Gründungs-Vereinbarung unterzeichnet worden. Nun sind die konkreten strukturellen Weichen gestellt.

Das Irakisch-Deutsche Zentrum hat sich als Ziel gesetzt, die Kooperation im Bereich der wissenschaftlichen Forschungen (Archäologie, Altorientalistik, Alte Geschichte des Irak) sowie die Fortbildung des akademischen Nachwuchses zu unterstützen, indem im Zentrum Raum für Veranstaltungen angeboten, Zugang zu Wissenschaftsmedien geschaffen und Möglichkeiten für gemeinsame Projekte und Wissenschaftleraustausch gegeben wird. Bereits im Herbst 2017 soll mit gemeinsamen Projekten begonnen werden.

Weitere Mitglieder der irakischen Besuchsdelegation in Berlin waren: Dhia Hadi Mahmoud al-Dabbass, Botschafter der Republik Irak, Dr. Ayaad Zgair, Direktor der Abteilung für Auslandsbeziehungen und Stipendienwesen der Universität Bagdad, Prof. Dr. Salah Fulayfel al-Hassan, Dekan des College of Arts der Universität und Prof. Dr. Mahmoud al-Qaysi, Vize-Dekan des College of Arts.

 

Summer Program of the Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage

Parallel zur Mou-Unterzeichnung findet derzeit das „Summer Programm of the Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage“ (IGEF – CH) in Berlin statt. Es nehmen 15 Mitarbeiter der irakischen Antikenverwaltung (State Board of Antiquities and Heritage) daran teil, die aus allen Teilen des Irak kommen: den Provinzen Basra, Maysan, Nasiriyah, al-Muthanna, Najaf, Babil, Bagdad sowie der kürzlich befreiten Gebiete Mosul, der Provinzen Salaheddin, Diyala und aus Kirkuk. Das  IGEF – CH erläutert und erprobt in einer einjährigen Fortbildung Techniken und Theorien der Baudokumentation, des Bauerhalts und internationaler Kulturerhalts-Strategien. Das Besondere des Programms ist, dass jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer in diesem Jahr ein eigenes kleines Projekt ihrer Wahl bearbeiten. Hierzu erhalten sie in einem zweimonatigen Aufenthalt in Berlin am Anfang des IGEF-Jahres eine intensive Vermittlung aller in Frage kommenden Techniken sowie über das Jahr hinweg jederzeit Unterstützung, etwa durch die Teilnahme an weitere Workshops des IGEF-Programms im Irak. Das Programm wird auf arabisch angeboten und findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt.

Finanzierung: Auswärtiges Amt, Kulturerhaltprogramm und Projekt „Stunde Null
Organisation: Dr. Margarete van Ess und Dr. Ulrike Siegel

 

Quelle: DAI Pressemitteilung

Bild: Unterzeichnung dees MoU zwischen DAI und Universität Bagdad (Prof. Dr. Alaa Abdolrasool al-Kashwan, Präsident der Universität Bagdad, Dhia Hadi Mahmoud al-Dabbass, Botschafter der Republik Irak, Dr. Dr. h.c Margarete van Ess, wissenschaftliche Direktorin der Orient-Abteilung und Leiterin der Außenstelle Bagdad, Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Fless, Präsidentin des DAI und Dipl.-Ing. Ibrahim Salman, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Orientabteilung (v.l))

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