Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage – Gemeinsam für den Kulturerhalt im Irak

Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage – Gemeinsam für den Kulturerhalt im Irak

Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage – Gemeinsam für den Kulturerhalt im Irak

Am 25. Juni wurde das Fortbildungsprogramm des Iraqi-German Expert Forum on Cultural Heritage bereits zum zweiten Mal erfolgreich in Basra abgeschlossen.

Ein Jahr Arbeit im Rahmen des „Iraqi-German Expert-Forum on Cultural Heritage“ (IGEF-CH) liegt hinter der Gruppe von 13 irakischen Archäologinnen und Archäologen. Das Programm soll die irakische Antikenverwaltung unterstützen, das reiche architektonische Kulturerbe des Iraks langfristig zu erhalten. Dazu haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen regionalen Antikenverwaltungen ein Jahr lang ein gefährdetes Bauwerk ihrer Heimatregion erforscht, dessen Bestand und Schäden dokumentiert und Vorschläge zum Erhalt evaluiert.

Abschließendes Gruppenfoto in Basra | © Siegel, DAI.

 

Sie widmeten sich so unterschiedlichen Themen wie dem Erhalt von osmanischen Khanen in der Provinz Babel oder am Mausoleum von Nabi Allah al-Uzaiz in der Provinz Misan, einem Lehmziegeltor der Befestigung der Zitadelle von Kirkuk, Details der seleukidischen und parthischen Architektur des archäologischen Ortes Uruk, dem Erhalt eines historisch wichtigen Hauses in Bagdad, dem Umgang mit bereits restaurierten, jedoch erneut erodierenden archäologischen Bauwerken in Alt-Basra, Ur und Assur, mittelalterlichen Brücken in den Provinzen Diyala und Najaf und dem Umgang mit den von ISIS zerstörten Orthostatenreliefs in Nimrud.

Projekte der Teilnehmenden des zweiten IGEF Jahrganges im Überblick | © Siegel, DAI.

 

Am 24. und 25. Juni 2018 fand in Basra im Südirak die abschließende Präsentation der Projekte durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt, die ihre Arbeiten damit sowohl den deutschen Betreuern als auch den Direktoren der lokalen Antikenverwaltungen zur Diskussion stellten.
Das Iraqi-German Expert-Forum on Cultural Heritage dient als Teil des vom Archaeological Heritage Network (ArcHerNet) durchgeführten Projekts „Die Stunde Null“ der Unterstützung der irakischen Antikenverwaltung beim Erhalt des sehr reichen architektonischen Kulturerbes des Irak. Die Teilnehmer des Programms bearbeiten, nach einer zweimonatigen, sehr intensiven Fortbildung in traditionellen und innovativ-technischen Dokumentations- und Evaluationstechniken der Bauforschung in Berlin, im Verlaufe eines Jahres ein Projekt ihrer Wahl und werden hierbei intensiv von den deutschen Betreuern unterstützt.

Finanzierung: Auswärtiges Amt, Kulturerhaltprogramm und Projekt „Stunde Null
Organisation: Margarete van Ess und Ulrike Siegel

Titelbild: Abschlusspräsentation der Projekte in Basra | © Siegel, DAI.

Weiterlesen:

Aktiver Schutz des irakischen Architekturerbes im Fokus

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