Nominierung für die „Museums + Heritage Awards for Excellence“ – Kooperationsinitiative des Museums für Islamische Kunst und des Syrian Heritage Archive Project (SHAP)

Nominierung für die „Museums + Heritage Awards for Excellence“ – Kooperationsinitiative des Museums für Islamische Kunst und des Syrian Heritage Archive Project (SHAP)

Nominierung für die „Museums + Heritage Awards for Excellence“ – Kooperationsinitiative des Museums für Islamische Kunst und des Syrian Heritage Archive Project (SHAP)

Die „Syrien-Initiative – das Museum als Vermittler des gemeinsamen Erbes“ ist ein Kooperationsprojekt des Museums für Islamische Kunst zu Berlin und des Deutschen Archäologischen Instituts. Dazu gehören auch vom Auswärtigen Amt geförderte Projekte: Das #SyrianHeritageArchive Project (SHAP) und das #Multaka Projekt.

Das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum Berlin ist für die Kategorie The International Award aufgrund seiner Syrien-Initiative für den internationalen Preis der „Museums + Heritage Awards for Excellence“ nominiert. Die jährlichen Auszeichnungen werden am 18. April 2018 zum 16. Mal in London feierlich verliehen. Sie würdigen herausragende, innovative und wegweisende Initiativen von Galerien und Besucherattraktionen im Vereinigten Königreich und im Ausland. Die Auszeichnungen werden von einer Jury aus Fachexperten vergeben. Der Jury gehören unter anderen Diane Lees, Generaldirektorin des Imperial War Museum und Bernard Donoghue, Direktor der Association of Leading Visitor Attractions (ALVA) an.

Guides des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ | © Schlösser, Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst.

 

Zu der Syrien-Initiative zählen die vom Auswärtigen Amt unterstützten Projekte „Erstellung digitaler Kulturgüterregister für Syrien / „Syrian Heritage Archive Project“ (SHAP) und „Multaka: Treffpunkt Museum“. Im Rahmen des Multaka-Projektes werden syrische und irakische Geflüchtete zu Museums-Führern fortgebildet, die Museumsführungen in ihrer Muttersprache anbieten. „Multaka“ heißt auf Arabisch Treffpunkt und steht in dem bereits mehrfach ausgezeichneten Projekt für den Austausch verschiedener kultureller und historischer Erfahrungen.

Das Syrian Heritage Archive Project (SHAP)
Seit 2013 bauen das DAI und das Museum für Islamische Kunst das vom Auswärtigen Amt unterstützte SHAP auf. Das Projekt verfolgt das  Ziel, die in einer langen Forschungstradition zusammengetragenen Informationen zum kulturellen Erbe Syriens digital in einem Register zu erfassen und zu archivieren. Allein durch das SHAP liegen nun 120.000 Fotos, Zeichnungen und Karten zu Syrien gescannt vor. Sie bieten eine erste Grundlage für Maßnahmen des Wiederaufbaus, aber auch die Möglichkeit, geraubte Objekte zu identifizieren, die im illegalen Handel auftauchen.

 

Arbeiten an der Erstellung eines Denkmalregisters für Syrien | © Ahrens, DAI.

 

Seit 2017 bauen vier neue vom Auswärtigen Amt geförderte Stunde-Null Projekte auf dem SHAP-Informationspool auf. Zusätzlich fördert die Gerda-Henkel-Stiftung einen Teil der Maßnahmen als Folgeprojekt: Neben einem Online-Katalog entstehen Kurzfilme, in denen Syrerinnen und Syrer ihre persönlichen Erinnerungen und Geschichten erzählen. Zusätzlich verbindet die im Aufbau befindliche interaktive Kulturerbe-Karte der Andrew W. Mellon Foundation immaterielles Erbe, lokales Wissen und persönliche Geschichte mit dem materiellen Erbe der Datenbank. Wie das SHAP sind die Projekte Teil von „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“, einem Verbundprojekt des Archaeological Heritage Network (ArcHerNet) des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).

 

Quelle:

 

 

 

 

Titelbild: Teilnehmer einer Führung des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ im Vorderasiatischen Museum. © Schlösse, Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst.

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