Trainingskurs für jordanische und syrische Studierende

Trainingskurs für jordanische und syrische Studierende

zur Aufnahme und Dokumentation des kulturellen Erbes in Umm al-Jimal und al-Hallabat (Jordanien)

Trainingskurs für jordanische und syrische Studierende

Theoretisches Wissen praktisch am Beispiel bedeutender Denkmale in Jordanien anzuwenden, ist Ziel der im Rahmen von „Stunde Null“ durchgeführten Trainingsmaßnahme. Sie richtet sich an Studierende jordanischer, syrischer und anderer Herkunft an zwei jordanischen Universitäten in Amman – der University of Jordan (JU) und der German Jordanian University (GJU). Vermittelt werden praktische Fertigkeiten in Methoden der archäologischen Prospektion, Dokumentation und des Kulturerhalts. Im Fokus des im Herbst 2016 durchgeführten Feldtrainings stand das Einüben  archäologischer Dokumentationsmethoden (Handzeichnung, Aufmaß, Fotografie, Epigrafik) an den antiken Stätten Umm al-Jimal und al-Hallabat mit ihren umfangreichen Akkumulationen antiker Architektur, die hier in unterschiedlichen Befundsituationen anzutreffen und zu dokumentieren ist, vom sog. Steingarten mit rund 4.500 Baugliedern bis hin zu einer Vielzahl von Architekturfragmenten und Inschriftenblöcken in komplexer Versturzlage.

Beide Trainingsorte bieten aufgrund ihrer langen Besiedlung und umfangreichen Architektur vielfältige Möglichkeiten für das gezielte Training grundlegender Methoden im Bereich des Kulturerhalts. So war Umm al-Jimal, nahe eines Kreuzungspunkts alter Handelsstraßen gelegen, bereits im 1. Jh. n.Chr. von Nabatäern besiedelt, wurde in römischer Zeit zu einer militärisch bedeutsamen Grenzstadt ausgebaut und erhielt in byzantinischer Zeit christliche Kirchen. Al-Hallabat diente ursprünglich als römische Anlage zum Schutz der Handelsroute zwischen Damaskus und Aqaba, die über Amman und Petra verlief. Auf den römischen Fundamenten wurde in umayyadischer Zeit eine Festung errichtet, deren Versorgungsgebäude und Moschee in Teilen erhalten sind.

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