AYDA – Ancient Yemen Digital Atlas

AYDA – Ancient Yemen Digital Atlas

AYDA – Ancient Yemen Digital Atlas

Das digitale Denkmalinformationssystem für den Jemen, der Ancient Yemen Digital Atlas (AYDA) trägt zum Schutz des jemenitischen Kulturerbes bei. 

Das kulturelle Erbe des Landes ist durch die militärischen Konflikte und die damit einhergehenden Raubgrabungen und Plünderungen von Museen stark gefährdet. Auch durch unautorisierte Baumaßnahmen, Steinraub sind massive Schäden zu beobachten.  

Der Ancient Yemen Digital Atlas (AYDA) erfasst den Denkmalbestand und die antiken Fundstellen des Landes digital in einem webbasierten Denkmalinformationssystem.  Die Informationen werden mit Hilfe eines Geographisches Informationssystems (GIS) erschlossen und sind so über eine georeferenzierte Karte abrufbar. Dieses wird von Mitarbeitern des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der jemenitischen Antikenbehörde, der General Organization of Antiquities and Museums (GOAM) erstellt und gemeinsam gepflegt. Dr. Iris Gerlach, Leiterin der Außenstelle Sanaa des DAI, koordiniert das Projekt, das seit 2020 an das ArcHerNet Verbundprojekt „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ angebunden ist.

Da der Jemen bisher noch keinen systematisch aufgenommenen Bestand seiner Fundplätze besitzt, soll der digitale Atlas auch diese Funktion übernehmen.  AYDA ist einfach und verständlich aufgebaut und leicht zu bedienen. Es handelt sich bei dem System nicht um eine reine Luft- bzw. Satellitenbildauswertung, sondern um eine präzise digitale Kartierung von örtlich verifizierten Denkmälern. AYDA steht zusätzlich für wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung.  Der Ancient Yemen Digital Atlas soll ausgewählten Forschern und Kulturinstitutionen zugänglich gemacht werden. Finanziert durch das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amtes wurde die Benutzeroberfläche ins Arabische übertragen. Das System wird so für die Mitarbeiter der jemenitischen Antikenbehörde freigeschaltet. Letzteres ist dringend nötig, um ein exaktes Monitoring der Fundplätze zu ermöglichen. Die kontinuierliche Schadenskartierung der Zerstörungen durch Raubgrabungen, Plünderungen und kriegerische Zerstörungen ist nun durch AYDA möglich. Der Ancient Yemen Digital Atlas (AYDA) ist somit ein wichtiges Werkzeug, um zum Schutz und Erhalt des jemenitischen Kulturerbes beizutragen.


Beteiligte Institutionen:

Leitung: 

Dr. Iris Gerlach, Deutsches Archäologisches Institut, Außenstelle Sanaa

Team:

Partner:

General Organization of Antiquities and Museums (GOAM)

Christian Weiß (Universität Nürnberg/Erlangen)

Prof. Dr. Norbert Nebes (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

HCU Hamburg

Universität Tübingen


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